Sauerkraut-Gnocchi mit würzigem Cashew-Schmelz

Schnell gemacht ist dieses leckere Gericht perfekt für ein Mittagessen unter der Woche.  

    
    
Zutaten für 4 Personen:

  • 1 kg Gnocchi
  • 500 g Sauerkraut
  • 2 Zwiebeln 
  • 250ml Soja Cuisine
  • Salz & Pfeffer
  • 1 TL Estragon
  • 2-3 EL Cashewmus (alternativ Mandelmus)
  • 2 EL Hefeflocken
  • 2 TL Hefeextrakt (flüssig) (alternativ 1 TL körnige Brühe)
  • 1 TL Senf 
  • 1 Ms Kurkuma
  • 1 Ms Paprika
  • Pflanzenöl (hier Rapsöl)

Zubereitung:

Sauerkraut und Gnocchi gemäß Packungsbeschreibung zubereiten. Während dessen die Zwiebeln in Ringe schneiden und in Öl anrösten. Ca. 2/3 der Soja-Cuisine,  1 TL Hefeextrakt und 1 TL Estragon einrühren. Etwas Öl in eine Auflaufform geben und die Gnocchi und die Zwiebel-Cuisine-Mischung darin verrühren. 

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Cashew-Creme: Cashewmus, restl. Soja-Cuisine, Senf, Hefeflocken, 1 TL Hefeextrakt, Kurkuma, Paprika zu einer geschmeidigen Creme verrühren und mit Salz & Pfeffer kräftig abschmecken. Ggfs. noch etwas Pflanzenmilch zugeben, wenn es zu fest ist.

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Das Sauerkraut auf den Gnocchi verteilen und die Cashew-Creme darüber verstreichen. Wenn ihr lieber eine dickere Caschew-Schicht haben möchtet, verdoppelt einfach die Menge. 

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Den Auflauf für 10 – 15 Min. im Ofen auf 1. Grillstufe überbacken. 

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Last es Euch schmecken!

PS: Nachdem der Auflauf eine Weile durchgezogen ist, schmeckt er noch besser. Yummy

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Vegane Kölsche Flöns trifft indonesischen Tempeh

Beides sind traditionelle „Würste“. Die eine in Köln, die andere in Asien. Ursprünglich haben sie nicht viel gemein, die eine aus Blut, die andere aus Sojabohnen. Aber mit der Veggie-Flöns hat sich das geändert.

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Carmen Lindner hat sie erfunden und dafür den Kreativitätspreis der Fleischer-Innung erhalten. 😜.  Hier wird darüber berichtet. Die Wurst wird im Imbisswagen ‚Der gute Heinrich‘ Donnerstags am Rudolfplatz angeboten. Ich habe sie letzte Woche auf der Veggienale in Köln gekauft und heute probiert.

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Sie sieht gut aus und riecht auch ganz gut. Die Inhaltsstoffe werden ja nicht verraten, aber Rote Beete und Bohnen kann man gut erkennen. Man schneidet sie wie Blutwurst in Scheiben, brät sie mit Zwiebeln und isst sie mit Kartoffelstampf:

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Leider kann ich jetzt nicht in Lobhudelei schwelgen – es hat mir ganz ok geschmeckt, mehr aber leider nicht. Schade. Eigentlich eine tolle Sache.

Zusätzlich habe ich Tempel-Scheiben gebraten und ich muss sagen, die fand ich leckerer.

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Lecker gewürzt und mit etwas Sojasauce & BBQ-Sauce beträufelt waren sie sehr köstlich.

Also liebe vegane Flöns: leider verloren. Trotzdem tolle Erfindung von Carmen Lindner. Und: probiert sie selbst, ein Versuch ist es auf jeden Fall Wert, denn über Geschmack lässt bekanntlich ja streiten.

 

 

 

Kochevent ‚So schmeckt Heimat‘ von Speisekomplott & esswahres

Herbstliche, heimische Feldfrüchte spielten die Hauptrolle beim Kochkurs ‚Wurzeln & Rüben‘ aus der Reihe ‚So schmeckt Heimat‘ von Speisekomplott und esswahres in Köln.

Schon beim Eintritt in die schöne location ‚363‘ in Sülz begrüssten uns die tollen Knollen in rustikalen Körben.

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Bei einem Gläschen Sekt erzählten uns die beiden Ernährungs-Coaches Friederike Woydich und Stefanie Kleiner einiges über Anbau, Inhaltsstoffe und Verarbeitungsmöglichkeiten.

   

Und Rüben, Wurzeln und Knollen haben uns überzeugt, mit gutem Geschmack und tollem Aussehen:

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Zusammen mit den beiden Kochtrainerinnen bereiteten die 10 TeilnehmerInnen des Kochkurses erstaunlich leckere Speisen aus Wurzeln & Co. zu. Wer hätte das gedacht? 😊 Da geht was.

Titel und Hintergrund von „So schmeckt Heimat“ spiegeln sehr schön die Einstellung der Veranstalterinnen zum Kochen wieder: gesunde und bekömmliche Küche mit frischen, saisonalen Produkten aus der Region. Das hat mir besonders gefallen. Gute Ernährung scheint eine Herzensangelegenheit der beiden zu sein.

Die Räume im 363 sind perfekt für ein Kochevent. Genügend Raum zum kochen, aber auch um nachher nett zusammen zu sitzen und die Köstlichkeiten zu verspeisen. Und außerdem mit schönem Blick in den Garten. Hier fühlt man sich wohl.

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Beim Kochen bekamen wir immer wieder Tipps von den beiden – wie koche ich rote Linsen, ohne dass sie zerfallen, wie würze ich richtig, wie frittiere ich rote Beeten, wie Wiege ich das Messer beim schneiden …. Jeder Teilnehmer konnte sich aussuchen, was er/sie zubereiten wollte. So war der Kurs für Kochanfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet.

Als erste Vorspeise noch während des Kochens, gab es ein cremiges Süppchen aus Wurzelpetersilie – für die Veganer mit Hafersahne – mit dekorativen Rote Beete Chips  #yummy

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Danach hobelten, marinierten, backten, kochten, panierten, frittierten und brieten wir die tollen Knollen und konnten uns nachher bei einem Glas Wein am Ergebnis erfreuen:

Rote Beete Carpaccio mit karamellisierten Walnüssen, gemischte Gemüsen vom Blech mit einer Erdnuss-Miso-Creme, Sellerieschnitzel, frittierte Kohlrabi-Blätter, arabischer Möhren-Linsensalat, marnierte Beeten auf Salat und für die Nichtvegetarierer gebackenen Lachs (der allerdings passte nicht so ganz zu den ansonsten regionalen und saisonalen Produkten).

 

Als krönenden Abschluss durften wir eine luftig-leckere Schokomus und vegane Apfelrosen mit Marzipan genießen – ganz ohne Knollen 😋

 

Fazit: Die Veranstaltung hat mir sehr gut gefallen. Es war ein stimmiges Konzept in schöner location, gut ausgewählten Gerichten, netten TeilnehmerInnen und toller Anleitung der Trainerinnen. #SehrEmpfehlenswert

Besonders den Schwerpunkt auf Regionalität und saisonalen Produkten dieser Reihe fand ich gut und würde mir mehr davon wünschen. Dazu passte auch sehr gut ein kleiner Vortrag von Katharina Schwartz von Food-Assembly Ehrenfeld, die uns sehr anschaulich das System ‚Food-Assembly‚ erklärte. Dabei geht es um den Direktvertrieb von regionalen Produkten lokaler Bauern mit dem Motto ‚Geben Sie einmal pro Woche ihrem Bauern die Hand‘. Das Besondere daran ist, dass jeder eine solche Food-Assembly organisieren kann und dabei von der Organisation unterstützt wird. Hier könnt ihr mehr dazu lesen.

Hier und hier findet ihr weitere Veranstaltungen von Speisekomplott und kochwahres.

Heimat schmeckt definitiv gut.

Rote Bete Chips #selbstgemacht 

Was ist rot, knusprig, würzig und lecker? Vielleicht sogar auch noch gesund? Yes! Rote Beete Chips

Das die so einfach herzustellen sind, hätte ich nicht gedacht. Die meiste Arbeit bereitet das Schneiden oder Hobeln in hauchdünne oder quasihauchdünne Scheiben:

  

Vorher werden die Beten natürlich dünn geschält. 

Nun ausreichend Fett (z.B. Raps- oder Distelöl) in einem Topf erhitzen, bis bei der Holzstäbchenprobe kleine Bläschen entstehen. Ca. 160 Grad sollten ausreichen. Die Betescheiben nun portionsweise ca. 3-4 Minuten frittieren. 

  

Achtung: nicht zu lange frittieren, die Scheiben sollen noch rot sein. Sobald sie leicht bräunen schnell raus nehmen, sonst verbrennen sie. Danach auf Küchenpapier abtropfen lassen. 

  

Und auf einem Teller auskühlen lassen:

  

und beispielsweise zu einer Kürbissuppe genießen:

  

Yummy! Die Chips sehen toll aus und sind echt lecker.

Wenn sie länger liegen, werden sie allerdings etwas ledrig. Also: bald genießen

Veganes Herbstmenü für Gäste 

Es gibt so viele tolle Gerichte, die man alle gerne kochen möchte. Wenn aber Gäste kommen, ist es wichtig, dass das Menü nicht zu aufwändig ist und gut vorbereitet werden kann. 

Ich stelle euch heute ein kleines Herbstmenü für 4 Personen vor, das beide Kriterien erfüllt. Die Gänge sind nicht aufwändig in der Zubereitung und ihr könnt einen Teil entweder am Vortag oder aber einige Stunden bevor die Gäste kommen, vorbereiten. So könnt ihr ganz entspannt in den Abend gehen und mit euren Gästen das leckere Essen genießen. 

  
Vorspeise:  Asiatische Kürbissuppe mit gerösteten Kürbiskernen und Balsamcreme. Dazu Baguette mit Mandelpaste 

Wunderbar sämiges Süppchen mit leichtem Asia-Touch. 

Zubereitung: Die Mandelpaste kann am Vortag oder sogar noch früher zubereitet werden, da sie im Kühlschrank mind. 1 Woche hält. Es lohnt sich mehr zu machen, da sie auch zum Frühstück super lecker ist. Die Suppe kann ebenfalls am Vortag oder aber einige Stunden vor dem Essen gekocht werden. Auch die Kürbiskerne können bereits vorher angeröstet werden. Zum Servieren die Suppe in Schalen geben, einige Kürbiskerne darüber streuen und mit der Balsamcreme 2 Kreise in die Suppe ‚zeichnen‘. (Ich habe das Bild bereits vorher gemacht, deshalb fehlen die Zutaten) 

Hauptspeise: Orrechiette mit würzigem Pilzragout . Wenn ihr mögt, könnt ihr noch einen kleinen Salat mit Liebster Salatsauce dazu anbieten. 

Auf dem Markt gibt es gerade wunderbare Steinpilze, Champignons, Pfifferlinge und Saitlinge. Egal was es auf eurem Markt gibt oder euch besonders anlacht, aus gemischten Pilzen lässt sich ein leckeres Pilzragout machen. Dazu noch eine Marsalla-Sauce und Pasta in Muschelform – fertig ist ein schnelles, edles Hauptgericht. 

Zubereitung: ca. 2 Stunden, bevor die Gäste kommen. Das Ragout kann komplett fertig vorbereitet und zum Essen kurz erwärmt werden. Die Pasta würde ich erst während des Essens kochen, dann schmeckt sie am besten. Die Sauce ist der Knaller – würzig, sämig, lecker. Vor dem Servieren etwas bunten Pfeffer und ein Zweig Majoran auf die Pasta geben. 
  

Nachspeise: Gratinierte Rotweinfeigen mit Vanillecreme, Rezept aus ‚La Veganista‘ von Nicole Just

Tolles Dessert und schnell gemacht. 

Zubereitung:  Für die Vanillecreme braucht ihr eine Basiscreme aus 200g Cashewkernen und 100g blanchierte Mandeln. (Die Creme kann ebenfalls am Vortag zubereitet werden.) Die Kerne einige Stunden in Wasser einweichen (Kerne sollen gut bedeckt sein). Danach abgießen (Wasser auffangen) und mit 50ml des Wassers, 2 EL Limettensaft und einer Prise Salz sehr fein im Turbomixer pürrieren. Es soll einesehr geschmeidige Creme werden. Falls nötig noch etwas Wasser dazu geben. Wenn ihr keinen Turbomixer habt, könnt ihr die Kerne über Nacht einweichen und dann mit einem einfachen Mixer pürrieren.

Für die Vanillecreme 50g der Mandel-Cashewcreme mit 1 TL Zucker, 1 TL Eiersatz und etwas Vanillepulver verrühren. 4 Feigen waschen, den Stilansatz entfernen und jeweils kreuzweise einschneiden. Jede Feige in ein feuerfestes Schälchen setzen, je 1 EL Rotwein und eine Prise Zimt darauf geben und die Vanillecreme darauf verteilen. Einige Pinienkerne darüber geben und im Backofen ca. 6 Minuten auf Stufe 2 (von 3) grillen. Aufpassen, dass die Feigen nicht verbrennen. 

Vor dem Servieren etwas Puderzucker auf die Feigen geben und genießen 
  

Die restliche Cashew-Mandelcreme könnt ihr zu veganem Frischkäse bzw. Ricotta weiterverarbeiten. Dazu Pfeffer, Salz und 1-2 EL Hefeflocken dazu geben. Etwas rauchig wird es mit Rauchsalz, ihr könnt aber auch Schnittlauch oder Paprika verwenden. Die Creme ist super lecker, gesund und vielseitig einsetzbar. 

Aber jetzt: Gäste einladen und nachkochen 😊😊 

Vegane Testerbox von Höhenrainer #Produkttest

Von der Firma Höhenrainer habe ich verschiedene vegane Artikel für einen Produkttest erhalten. Höhenrainer ist eigentlich spezialisiert auf die Herstellung herzhafter Putenprodukte, hat jedoch auf vielfachen Kundenwunsch nun eine vegane Produktline entwickelt. Ich sehe solche Initiativen von Wurst- und Fleischherstellern grundsätzlich positiv. Auch wenn die Fleisch-Produktion insgesamt dadurch erst einmal nicht reduziert wird, wird es m.E. mittel- bis langfristig Einfluss darauf haben. Vor allem werden dadurch vegane Produkte auch bei Fleischessern bekannter und zunehmend als Fleischalternativen wahrgenommen und konsumiert.

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Foto: Gyros

Ich habe alle derzeit verfügbaren Produkte getestet:

  • Fleisch: Gyros, Steak, Steak mariniert
  • Würstchen: Bratwürstchen, Wienerle
  • Aufschnitt: Mortadella, Mortadella Schnittlauch, Mortadella Paprika, Kochsalami

Basis aller Produkte ist Weizeneiweiß. Dieses eignet sich m.E. besser für Wurst- und Fleischalternativen als Sojaeiweiß. Alle Artikel haben eine gute, feste Konsistenz, eine ansprechende Farbe und einen angenehmen Geruch. Die Verpackung ist schlicht gehalten, aber durchaus ansprechend. Vielleicht könnte sich Höhenrainer, abweichend von ihrem bisherigen Putenlogo, noch ein Logo für die vegane Produktlinie überlegen.

Die bereits marinierten Produkte Steak und Gyros sind eher mild gewürzt und können je nach Geschmack nachgewürzt werden. Das finde ich deutlich besser, als ein bereits stark gewürztes Produkt. Das Gyros lässt sich vielseitig auch als Geschnetzeltes in verschiedenen Gerichten verwenden.

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Foto: marinierte Steaks

Die Aufschnitte sind alle lecker, mein Favorit ist die die Koch-Salami. Beim Namen würde mir schlicht „Salami“ besser gefallen.

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Höhenrainer versichert, dass es bei der Produktion zu keinerlei Vermischung zwischen Fleisch- und Veganprodukten kommt. Die Produkte sind bisher noch nicht im Handel erhältlich, können jedoch über den Online-Shop bestellt werden.

Fazit: leckere Fleischersatzprodukte in allen 3 Kategorien #empfehlenswert