Veganes Party-Menü ‚Satt & Zufrieden‘

Veganes Catering ist immer noch nicht so leicht zu bekommen und stellt uns bei einer Party eventuell vor eine Herausforderung.

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Meine hieß bei der letzten Einladung: Es soll ein veganes Menü für 24 Personen geben, das satt & zufrieden macht und die Party soll zu Hause stattfinden. Außerdem wollte ich möglichst viele regionale & saisonale Produkte verwenden – was im Winter natürlich eine besondere Herausforderung darstellt.

Die ersten Überlegungen, ein Catering zu ordern, habe ich bald verworfen. Ich kenne kein Catering-Unternehmen persönlich und deshalb erschien mir das Risiko zu groß, dass das Essen meinen Ansprüchen evtl. nicht genügen würde.

Ein Kochteam zu beauftragen, passt bei uns räumlich nicht gut, weil unsere offene Küche in den Wohnbereich übergeht und die Party eben auch in der Küche stattfinden sollte. Wenn die Küche getrennt vom Party-Raum zur Verfügung steht, finde ich ein Kochteam eine gute Idee. Aber auch hier muss man natürlich wissen, wie das Ergebnis nachher aussehen wird.

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Als nächstes habe ich über die Möglichkeit nachgedacht, mit einigen Freundinnen das Essen zuzubereiten. Das hätte bestimmt großen Spaß gemacht, aber in dieser Dimension grenzt das schon an Arbeit 😄 und das wollte ich ihnen nicht so gerne zumuten.

Jetzt blieben nicht mehr so viele Alternativen und die Zeit rannte etwas davon. Dann kam mir die Idee, professionelle Unterstützung für ein gemeinsames Kochen zu Hause zu nehmen. Nach einigen Überlegungen und Recherchen und einer großen Portion Glück bin ich auf Friederike Woydich von ‚Speisekomplott‚ gestoßen.

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Wir waren uns gleich sympathisch und hatten sehr schnell eine gemeinsame Vorstellung von einer möglichen Speisefolge.

Dazu hatte ich mir natürlich schon etwas überlegt. Wichtig erschien es mir, keine größeren Experimente zu machen, sondern auf beteits getestete und für gut befundene Rezepte zurückzugreifen. Friederike hat das bestätigt und zusätzlich eigene Ideen und viele praktische Hinweise eingebracht.

Herausgekommen ist ein sehr schönes Winter-Menü, was natürlich auch für kleinere Runden zubereitet werden kann. Leider habe ich auf der Party keine Fotos von den einzelnen Gängen gemacht 😁 deshalb gibt es leider nur Bilder von den Grundrezepten. Diese vermitteln aber trotzdem einen Eindruck. Fertig zubereitet war also alles deutlich bunter, als hier jetzt zu sehen:

Für den ersten Hunger und als gute Grundlage:: Spieße aus mediteranen Tofubällchen und marinierten Paprikastückchen

Best Tofubällchen



Baguette mit scharfer Mandelpaste & Paprika-Walnuss-Creme

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Fruchtiges Süppchen für Zwischendurch: Möhren-Kokossuppe ASIA mit Mangostückchen & Koriander

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Würzig-wohlige Hauptspeise: Kürbis-Pilz Ragout

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dazu Salat mit ‚Liebster Salatsauce‘ und Granatapfelkernen

Nachspeise: Feine Schokomus mit marnierten Orangenscheiben, Soja-Sahne und Minze

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Das Menü war sehr lecker, ausreichend sättigend und mit einer gelungenen Speisefolge. Es ließ sich gut vorbereiten und während der Party konnten die einzelnen Gänge relativ einfach gewärmt und angerichtet werden können. Bei mir wurde das Essen wegen der Anzahl der Gäste am Buffet abgeholt und an Stehtischen verspeist. Das hat auch mit einer Menüfolge prima geklappt.
Alles in allem also echt gelungen. Vielen Dank an Friederike für die tolle Unterstützung!!

Welche Erfahrungen habt ihr schon mit veganen Menüs gemacht?

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Es grünt so grün der Grünkohl juhu

Bisher fand ich ihn eher unattraktiv für meine Küche. Das hat sich gestern schon mit der Zubereitung des smarten Grünkühl-Smoothies geändert und heute hat er mich in Form von Vegan Pinkel – einer würzigen Grünkohlpfanne mit Räuchertofu, Chorizzo und Kartoffeln in Zwiebelschmalz – vollends überzeugt. Das Rezept dazu findet ihr hier. Es macht zwar ein bisschen Arbeit, lohnt sich aber absolut. Grünkohl ist außer dass er wunderbar deftig schmeckt und so gut zum kalten Wetter passt, auch noch ein super Nährstofflieferant.  Hey und aussehen tut er gar nicht mal so schlecht 🙂

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Grüner Smoothie für Einsteiger – mild und süß

Ich konnte mich bisher leider nicht so richtig für grüne Smoothies begeistern. Sie schmeckten mir alle zu sehr nach Gras oder Garten. Heute habe ich nach dem Hinweis einer netten Kollegin jedoch einen mit Grünkohl getestet und war begeistert.

Mit 2 Datteln war er recht süß, so dass ich diese morgen weglassen werde.

GrünerSmoothie

Zutaten:

2 Blätter Grünkohl

1 Birne

1 Banane

1 Apfel

Wasser oder Hafermilch

optional: 2 Datteln

Zubereitung:

Obst & Grünkohl putzen und mit etwas Wasser oder Pflanzenmilch (heute: Hafermilch) ab in den Bianco. Smoothie cremig mixen und genießen!

Die Obstzutaten können nach Geschmack ergänzt oder ersetzt werden. Wichtig ist der Grünkohl. Dieser scheint ein wahres Wunder mit einer unschlagbaren Nährstoffzusammensetzung zu sein. Schaut mal hier.

Nachtrag: viele Ideen und Infos zum Green-Smoothie von Go Veg!

Dem Veganer sein Kürbis :) – eine Rezeptesammlung

Der Hokkaido ist in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil köstlicher Herbstgerichte geworden. Er ist kultiviert worden in Deutschland. Unzählige Rezepte und Zubereitungsarten gibt es mittlerweile und gerade in der veganen Küche ist er nicht mehr wegzudenken.

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Der VEBU hat heute einen ‚Kürbis spezial‚ mit vielen Informationen veröffentlicht. Im Artikel gibt es auch 11 besonders kreative Kürbisgerichte, die wirklich lecker aussehen. Probiert habe ich davon heute den Marokkanischen Couscous mit Safran und Kürbis gemacht – yummy.

Bei mir auf GoVeggieGoGreen findet ihr würzigen gebackenen Kürbis, ein samtiges Kürbisragout und eine asiatische Kürbissuppe.

Von Christof gibt es auf ‚Einfach bewusst‘ eine genial schnelle und leckere Kürbissuppe – habe ich heute gekocht und meine Familie war begeistert.

Ein außergewöhnliches Rezept hat Stina auf Veganpassion kreiert: vegane Apfel-Kürbis Financiers – die muss ich unbedingt ausprobieren. Im Artikel „Der Herbst ist bunt“ hat Stina weitere kreative Kürbis-Rezepte zusammengestellt.

Wer Kürbis und Salbei mag, wie ich, wird dieses Rezept „Kürbis-Salbei-Pasta“ von MUCVEG lieben.

Eine ungewöhnliche Komposition hat Herr Grün sich mit „Gebratenem Kürbis mit Pflaumen-Curry-Sauce auf Linsen“ ausgedacht – DAS klingt gut!

Ich finde ein tolles Rezept nach dem anderen. z.B. auch diese hier: „Vagenen Flammkuchen mit Kürbis“ von docbears.

Sarah von vegan-guerilla liebt ebenfalls Kürbis und präsentiert ein Rezept mit gefülltem Kürbis – sieht toll aus! Außerdem gibt es bei ihr oberköstliche Kürbis-Gnocchi.

Auf Cookies&Style gibt es ein weiteres Rezept für Kürbis-Salbei-Pasta, diesmal jedoch mit Cashew-Ricotta – Wow – ich muss aber noch viele Kürbis-Rezept nachkochen 🙂

Eine sehr schöne Auswahl von Kürbis-Rezepten gibt es ebenfalls von „Vegetarisch genießen“, eine Veggie Kochzeitschrift.

Wie immer super schön bebildert gibt es bei Eat-this „Pinguine mit gerösteter Kürbissauce“ .

Carola präsentiert auf twoodledrum eine köstlich aussehende Kürbis-Lasagne.

Kürbissuppe

Lasst euch alle die köstlichen Hokkaido-Gerichte schmecken – der Kürbis lebe hoch! 🙂

Feines Pilz Ragout mit Orecchiette

So lecker!! Auch wenn ich den Herbst ganz und gar nicht herbei sehne: Die Pilze sahen so gut aus, dass ich sie mitnehmen musste und mir schon beim kaufen ein köstliches Pilzragout ausgemalt habe. Und das wurde es dann auch, mit einer würzig, sämigen Sauce auf feinen kleinen Orecchiette.

Zutaten für 4 Personen:
200g Steinchampignons
200g Austernpilze
150-200g Seitlinge
es dürfen aber natürlich auch andere Pilze sein

3 mittelgroße Zwiebeln (gerne auch rote)
1 Knoblauchzehe
4 getrocknete Tomaten (kleingeschnitten ca. guter EL)
1 EL Tomatenmark
100ml Marsalla (alternativ Rotwein)

Salz
Paprika edelsüß
bunter Pfeffer (schwarz, weiß, rot)
Geräucherte Chili/Paprika
3 Wacholderbeeren, 2 Nelken, 2 Lorbeerblätter
1 Hand voll Petersilie, heute: Salbei, Majoran, Thymian, Rosmarin
Waldpilz-Bouillon (Alternativ Germüsebrühe)

1 EL bemehlte Butter (dazu ca 20g Butter mit einem schwach gehäuften EL Mehl leicht verkneten und in den Kühlschrenk stellen, Idee von Herr Grün kocht ) oder 1 EL Mandelmus
Pflanzenöl, hier: Olivenöl

Zubereitung:
Zwiebeln in feine Ringe schneiden, Knoblauch und getrocknete Tomaten fein würfeln. Pilze putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Kräuter waschen, abzupfen und grob wiegen.

Öl in einer tiefen Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen und Zwiebeln leicht anschmoren. Nach 2-3 Minuten Tomaten, Wachholderbeeren, Lorbeer, Nelken und Knoblauch in die Pfanne geben und unter Rühren weitere 2 Minuten schmoren. Nun die Pilze und Kräuter dazugeben, mit der Zwiebelmischung verrühren und mit Salz, Paprika und buntem Pfeffer kräftig würzen. Das ganze einige Minuten anschmoren.

Tomatenmark unterrühren und leicht anrösten. Mit Marsalla ablöschen und leicht aufkochen lassen. Nun Brühe (Menge nach Wunsch) angießen und das Ragout einige Minuten köcheln lassen. Die Sauce mit bemehlter Butter (Alsan) oder Mandelmus cremig binden (Menge je nach Saucenmenge, ich habe bei ca. 300 ml Sauce 1 EL bemehlte Alsan verwendet) und nochmals mit Salz und buntem Pfeffer abschmecken.

Ragout auf die Orecchiette geben und mit einigen Blätchen Majoran (frischer Majoran ist der Renner!) und etwas buntem Pfeffer servieren.

Ein feines Gerichte, schnell gemacht.

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Veggie Stroganoff

Cremiger Genuss aus Sojaschnetzeln, Pilzen, Zwiebeln und Gurken.
Lecker zu Bandnudeln (wir hatten heute Mafaldine) oder Reis.
Angelehnt an Beauf Stroganoff aus dem Kochbuch ‚Peace Food‚ und diesem Rezept von VEBU Chefkoch Jérôme Eckmeier.

Zutaten für 4 Personen
150g Sojaschnetzel
200g Champignons
100g getrocknete oder frische Steinpilze
3 Zwiebeln (viele Zwiebeln geben eine leckere Sauce!)
1 Knoblauchzehe
6 Gurken
1 Zitrone
2-3 Stengel krause Petersilie
250g Soja- oder Hafersahne
Salz & Pfeffer
1 EL Paprika mild
ca. 600ml Gemüsebrühe (je nachdem wieviel Sauce es werden soll)
50ml Gurkenwasser
Bratöl
2 EL Mehl
1 TL Dijon-Senf (oder mittelscharfer Senf)

Für die Vorbereitung der Sojaschnetzel:
2 EL Olivenöl
1-2 EL Sojasauce
1 EL BBQ-Sauce (oder Ketchup)
1 TL flüssige Hefe (hier: Vitam-R aus dem Reformhaus oder hier)
Salz & Pfeffer
Paprika
Etwas Knoblauch (Pulver oder frisch)

Die Sojaschnetzel nach diesem Grundrezept einige Stunden (mind. 1, möglich auch über Nacht) vor dem Kochen vorbereiten.
Für die Würze aus den oben angegebenen Zutaten eine Marinade anrühren. Damit die Sojaschnetzel Geschmack erhalten, muss die Marinade sehr würzig abgeschmeckt sein. (Die Schnetzel sollen nicht in der Marinade schwimmen)

Zubereitung:
Steinpilze in Wasser aufkochen, abgießen und in heißem Wasser 20 Min. einweichen. Danach in Streifen schneiden. Zwiebel in feine Ringe schneiden und Knoblauch fein hacken. Champignons säubern und in Scheiben schneiden. Gurken ebenfalls in Scheiben schneiden. Zitrone auspressen.

Sojaschnetzel portionsweise in der Pfanne in Bratöl kräftig anbraten, würzen und zur Seite stellen. Zwiebeln und Pilze anbraten und nach 2-3 Minuten Tomatenmark dazugeben und anrösten. (Dabei entwickeln sich leckere Röstaromen.)

Mehl darüber stäuben mit anschwitzen. Gemüsebrühe langsam angießen und aufkochen lassen. Pflanzensahne, Senf, Knoblauch und Gurken dazugeben und alles leicht einköcheln lassen.

Gurkenwasser, Zitrone und Agavendicksaft in die Sauce geben und alles mit Salz, Pfeffer und Paprika würzig abschmecken. Petersilie dazu geben und schmecken lassen!

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