Regio Lunch at it’s best #vegan #FS_NC14

Seit dem die Regio-Challenge läuft, lammentieren wir Teilnehmer über den fehlenden Kaffee 🙂 Der ist in der Tat so gar nicht regional zu bekommen, da beißt die Maus keinen Faden ab. Beim Essen tun wir uns da schon leichter.

Aus dem was es gerade im Garten und auf den regionalen Feldern gibt, etwas leckeres zaubern, ist eigentlich recht einfach. Bei Obst und Gemüse auch kein Problem, aber wo kommen Hülsenfrüchte, Ölsaaten, Getreide, Öle, Nüsse, und Gewürze her und was davon kann man regional bekommen? Das ist oft gar nicht so leicht zu erkennen. Oftmals, so wie bei Getreide, gibt es lediglich die Angabe aus EU oder Nicht-EU Landwirtschaft. Das hilft, wenn man sich regional versorgen will, nicht wirklich weiter.

Ich habe mich heute ins Zeug gelegt, so viel wie möglich aus direkten Umfeld in unserem Mittagessen zu verarbeiten und heraus gekommen ist ein Salat mit marinierten und gebackenen Rote Beeten & Zucchini mit geschmorten Frühlingszwiebeln und Heidelbeeren. Sehr lecker.

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Herkunft:
– Salat, Ruccola, Kräuter, Rote Beete, Frühlingszwiebeln, Heidelbeeren: aus dem eigenen Garten (Zucchini ist noch zu klein)
– Zucchini aus der direkten Umgebung, Ida Regio-Kiste
– Walnussöl, Himbeeressig aus Deutschland
– Salz (Bad Reichenhall), Pfeffer (Sri Lanka)! > was gibt es für eine Pfefferalternative??

Was noch schön gewesen wäre: geröstete Nüsse, z.B. Walnüsse aus Deutschland

Hier habe ich auch schon ein paar Einkaufsquellen für regionale Versorgung gesammelt.

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Im Juli heißt es ‚regional – saisonal – lokal‘

Letzten Monat haben wir im Rahmen der Nachhaltigkeits-Challenge von Finding Sustainia kein Zeug‘ gekauft. Kein Zeug sollte heißen, keine Konsumgüter – Nahrungs- und Verbrauchsmittel ausgenommen. Es sollte stattdessen getauscht, repariert oder geliehen werden. Und es war regelrecht entspannend, einfach mal keine Ausschau nach einer neuen Hose, Tasche oder Jacke zu halten (oder halten zu müssen?) und cool, dass ich das Kabel vom Rasenmäher selbst reparieren konnte.

Diesen Monat haben wir ‚die Aufgabe‘ einer regionalen Versorgung. Das klingt erstmal einfach. Aber mit Obst und Gemüse ist es nicht ganz getan. Wir brauchen auch Öl, Getreide, Hülsenfrüchte und einige Dinge mehr, die nicht ganz so einfach in der Region zu erhalten sind. Die Meyer haben dazu einen tollen Auftaktpost geschrieben. Danke Santa und Anna, ihr seit sehr inspirierend und motivierend.

Also ist die Challenge doch wieder eine kleine Herausforderung, in der neue Bezugsquellen und Alternativen gefunden werden müssen.

Zum Auftackt hatten wir am Sonntag im MioMatto in Berlin ein super köstliches veganes ‚Regio‘-Menü

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Yummy – das war der richtige Einstieg in den Regio-Monat. Björn Moschinsky zeigt, welch tolles Gourmet Menü man mit regionalen Produkten zaubern kann.

Und Wilma bekam die größte Möhre aller Zeiten, serviert auf feinem Teller mit Blüten umlegt (bin etwas unsicher, ob sie das wirklich gewürdigt hat) 🙂

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Meine Notizen für die Versorgung in und um Köln:

regionale Landprodukte
Getreide
Biohof in Werl
– Ökomarkt Köln: Mittwochs Rudolphplatz, Dienstags und Freitags Severinskirchplatz
biohof Bursch
Ida Gemüsekiste
http://www.lecker-regional.de

#Nachhaltigkeit #Minimalismus #Vegan #Spass

Und wie war sie so, die Mai Challenge? #BioOnABudget

Wie bereits berichtet, habe ich mich im Mai an der Aktion ‚Bio on a budget‘ im Rahmen der Nachhaltigkeits-Challenge 2014 von Finding Sustainia und TT30 beteiligt.

Santa & Anna alias Meyer & Meyer und die TeilnehmerInnen haben versucht, sich für 5€ pro Tag mit Bioprodukten zu ernähren. Hier könnt ihr den Bericht von Santa und Anna lesen.

Ich habe mich nicht streng an die 5€ gehalten, jedoch versucht, mich Bio, einfach, gesund und vollwertig zu ernähren. Und: es hat geklappt. Es war durchaus eine Herausforderung und ich habe mehr Zeit in Beschaffung und Zubereitung unserer Mahlzeiten investiert. Ich haber aber auch viel gelernt. Mahlzeiten aus einfachen und günstigen Lebensmitteln herstellen, Brot selbst backen, Sojamilch produzieren, Gemüsebrühe aus Gemüseresten zubereiten, Wildkräuter verarbeiten. Außerdem bereite ich unsere veganen Brotaufstriche jetzt immer selbst zu. Das ist lecker, spart Geld und Abfall und ich weiß, was drin ist.

Wie funktioniert eine Bioverpflegung ‚on a budget‘?

– hoher Anteil an Selbstgemachtem
– einfache (gesunde und sättigende) Getreide-/Hülsenfruchtgerichte mit Obst und Gemüse
– kein oder sehr wenig Fleisch-, Wurst- und Milchprodukte
– Weiterverwertung von Gemüseresten und sonstige Resteverwertung
– Tauschen & Teilen (z.B. Foodsharing)
– Verarbeitung von Eßbarem aus der Natur (Holunder, Kräuter, Mirabellen, Beeren, Pilze, Blüten, etc.)
– Anbau von Obst und Gemüse im eigenen Garten oder Beteiligung an Urban Gardening Projekten (wie z.B. Die Pflanzstelle Köln Kalk)

All das kostet Zeit. Es bringt uns vielleicht aber wieder zurück zu den wesentlichen Dingen des Lebens. Außerdem empfinde ich die neuen Aspekte meiner Ernährung als absolut bereichernd und beglückend.

Fazit also: POSITIV

und schonmal Vorfreude auf die Juni Challenge: #KeinZeug

Wir können Nachhaltigkeit #FS_NC14 #BioOnABudget

‚Nachhaltigkeit‘ ist zur Zeit in aller Munde und wird in den unterschiedlichsten Zusammenhängen verwendet: Nachhaltige Entwicklung, nachhaltiges Lernen, nachhaltiges Wirtschaften, nachhaltige Finanzierung, nachhaltiger Konsum, etc. ‚Nachhaltigkeit‘ steht für langfristig, stetig, wichtig und spürbar.

Ursprünglich stammt der Begriff aus der Forstwirtschaft. Dabei wird das Prinzip angewendet, nicht mehr Holz zu schlagen, als nachwachsen kann. Eigentlich ganz einfach und sinnvoll.

Nicht mehr verbrauchen, als nachwächst!
Da liegen wir mit der Verwendung oder besser der Verschwendung natürlicher Ressourcen heute aber echt daneben. Offensichtlich nix gelernt aus der nachhaltigen Forstwirtschaft. Die gute Nachricht ist: jeder von uns kann Nachhaltigkeit in seinen Alltag integrieren, und das ist gar nicht mal so schwer.

Auf der Seite Nachhaltigleben geht es um alle Themen rund um ein nachhaltiges Leben: Wohnen – Mobilität – Ernährung – Konsum – Gesundheit – Finanzen – Freizeit

Nachhaltiger Konsum bedeutet gemäß dem Netzwerk für Klimaschutz – CO2-Online nicht unbedingt Verzicht, sondern einen verantwortungsvollen Konsum. Also können wir gut Leben, genießen und das ganze auch noch umweltfreundlich?

An der Uni Siegen hat man innerhalb des Forschungsprojektes „Consumer Netizens“ OSKA

20140518-151539-54939322.jpg den Online-Scout für Konsum- und Alltagsmanagement (OSKA) entwickelt, der durch den Online-Dschungel führen und Orientierung für einen nachhaltigen Lebensstil bieten soll. ‚OSKA basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen über bislang weitgehend unbekannte Internet-Angebote zum Thema nachhaltigen Konsum, die vertrauenswürdig und umsetzbar sind.‘

Auf ihrem privaten Blog Niemblog.de hat mich Sabrina mit ihrer Aussage beeindruckt, nur noch Teilzeit zu arbeiten, dafür einfacher zu leben und Zeit als Nachhaltigkeits Aktivistin zu haben. Wow!

In ihrem Post zur Aktion BioOnABudget innerhalb der Nachhaltigkeits-Challenge 2014 beschreibt Santa, wie beglückend es sein kann, sich ressourcenschonend zu ernähren. Sie lernt wieder Dinge zu verwenden, die sie bis jetzt weggeworfen hat. Und das habe ich in der Challenge auch gelernt. Gesund, umweltschonend und dann auch noch sparsam zu essen, ist eine Herausforderung und es ist richtig beglückend, wenn man diese Aufgabe gemeistert hat. Selbst gebackenes Brot, selbst gemachte Sojamilch (und huch, aus den ‚Resten‘ lassen sich prima Soja-Burger zubereiten), Santa’s grüne Smoothies mit Möhrengrün, das sie bisher nie verwendet hat und jetzt auf dem Markt vom Bauern kostenlos dazu bekommen hat? Wunderbar! Kräuter sammeln und im Salatverwenden und nach dem Tipp von Stefanie von Finding Sustainia aus Gemüseresten und Schalen Brühe kochen? Check! Geht doch.

Dieses Prinzip der Weiterverwertung lässt sich auch sicher noch an vielen anderen Stellen anwenden. Nur wissen wir vieles einfach nicht mehr. Stefanie verarbeitet auch zum Beispiel Gegenstände, die wir vielleicht bereits entsorgt hätten, zu ganz neuen schönen Dingen und macht viele Alltagsprodukte, wie z.B. Cremes als DIY. Da kennt man die Inhaltstoffe und ist stolz und zufrieden, selbst etwas produziert zu haben.

Ich habe echten Gefallen daran gefunden und schon viel Neues gelernt. Nachhaltig leben bedeutet Verantwortung für den eigenen Konsum zu übernehmen. Eine ganz große Stellschraube ist aber vor allem das ‚Nichtkonsumieren‘! denn dafür werden dann gar keine Ressourcen verbraucht. Und das ein oder andere unnötige Teil haben wir vermutlich alle im Schrank, im Regal und im Keller.

Planst Du für ein Jahr, so säe Korn, planst Du für ein Jahrzehnt, so pflanze Bäume, planst Du für ein Leben, so bilde Menschen.
Kuan Tzu

Mein Reste-Gulasch für ‚Bio on a budget‘ #FS_NC14

Ich befürchte, ich war bisher – also bevor ich von dem tollen Projekt ‚bio on a budget‘ gehört habe – beim Essen nicht besonders sparsam.

Seit ich mich damit auseinandersetze, wie man sich gut, gesund, bio und dann auch noch sparsam ernähren kann, komme ich auf ganz neue Ideen und das macht echt Spass.

Gestern zum Beispiel, habe ich mich richtig gefreut, als ich bei der Herstellung von Sojamilch eine große ‚Ausbeute‘ hatte: 2l Sojamilch, Okara (der Rest der pürrierten Bohnen) für Soja-Burger und Sojabohnen für ein Curry – das ganze für 1,70! Erstaunlich, oder?

Die M&M’s haben mich mit ihrem Projekt da echt motiviert 🙂 da kommt so ein Spieltrieb und ein ‚gewinnen wollen‘ durch. 🙂

Heute gab es ein ‚Restegulasch‘ nach diesem Basisrezept mit allem, was mein Kühlschrank noch so hergab: Möhren, Zucchino, Zwiebeln, Tomaten, ein Sojawürstchen, ein Rest Tempeh, Brühe aus den Gemüseschalen der letzten Tage und viele mediterane Kräuter aus dem Garten.

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Diese sparsame wirtschaften ist gleich viel ressourcenschonender. Man überlegt, ob man etwas neues anbricht, oder doch noch das bereits angebrochene verwenden kann.

Vielleicht haben viele von uns einfach zu viel Geld?? 🙂

Nachhaltigkeits-Challenge ‚Bio on a budget‘ #FS_NC14

Post 3 zur Nachhaltigkeits-Challenge ‚Bio on a budget‚ von Finding Sustainia #FS_NC14 #TT30

Um sich bio und kostengünstig zu ernähren, sollten einfache, saisonale und regionale Produkte verwendet werden. Im Mai gibt es auf unseren Äckern zwar noch nicht die Fülle des Sommers, aber einiges kann auch jetzt schon geerntet werden.

Da springen natürlich Spargel und Erdbeeren ins Auge. Beide köstlich aber bei kleinem Budget kommen sie nicht so oft auf den Tisch. Hier lohnt es sich, zum Selberflücken direkt aufs Erdbeerfeld zu gehen (gegen Bezahlung! 😊) oder beim Spargel die dünnen Stangen zu kaufen, die oft nur die Hälfte kosten.

Was wächst noch im Mai? Blumenkohl, Mangold, Rhabarber, Kohlrabi, Radieschen, Spitzkohl, Salat

Und was gibt es vollwertiges, sättigendes zum Gemüse? Kichererbsen (als ganze Frucht oder gemahlen z.B. für Fladen) Bohnen, Linsen, Erbsen, diverse Getreidesorten (Grünkern, Dinkel, Buchweizen, Couscous, Bulgur, ..) Reis

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Vorgenannte Zutaten lassen sich zu leckeren Currys, Gemüse-Getreidepfannen, Eintöpfen oder Getreide-Burger verarbeiten. Würze bieten jegliche Kräuter, die im Garten, auf dem Balkon oder auch auf dem Fensterbrett gedeien.

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Ich habe in meinem Blog dazu passende Rezepte mit der Kategorie ‚Bio on a budget‚ markiert.

Im Internet gibt es eine Fülle von Food-Blogs (siehe auch links auf meinem Blog) auf denen es tolle Rezept-Ideen gibt. Viele passende Rezepte zum Thema ‚gesund & preiswert‘ findet ihr zum Beispiel auf der Seite Zentrum der Gesundheit.

Und was habe ich heute so gegessen?
Die Reste von meiner Mandelmilchproduktion habe ich ja gestern zu diesen Mandelpralinen verarbeitet

20140504-202524.jpg und den Rest davon heute mit 2 Erdbeeren auf’s Brot gegessen – sehr lecker und nahrhaft.

Abends gab es gebackene Kartoffeln mit ganz vielen Kräutern aus dem Garten, Möhrensalat und selbstgemachten Seitan Schnitzelchen.