Nachhaltigkeits Challenge ‚Wir wollen echte Lebensmittel‘ #FS_NC15

Schon im letzten Jahr haben die Meyers von Finding Sustainia viele tolle Nachhaltigkeits-Challenges durchgeführt. An der ein oder anderen habe ich mich beteiligt und das war sehr bereichernd und inspirierend.

In diesem Jahr geht’s gleich weiter. Für Februar steht ‚Ernährung ohne Fußnoten – wir wollen echte Lebensmittel‚ (ich ergänze hier #FS_NC15) auf dem Programm. Lebensmittel mit vielleicht unerwünschten Zusatz- und Inhaltsstoffen sollen hier auf den Prüfstand. Diese gibt es vermutlich auch dort, wo wir sie gar nicht vermuten.

Und auch wenn ich bereits recht bewusst koche, werde ich diesen Monat meine Aufmerksamkeit auf’s Kleingedruckte lenken. Auch bei den veganen Produkten gibt es Zusatz- oder Inhaltstoffe, die unter die Lupe genommen werden sollten.

Für meinen Start gestern Abend hatte ich eine tolle Vorlage, nämlich das wunderbare neue Kochbuch von Yotam Ottolenghi ‚Vegetarische Köstlichkeiten‚. Es gab einen Kräuter-Salat (Petersilie, Basilikum, Koriander) mit marinierter Rote Beete und geröstetem Sesam-Mandel-Kürbiskern-Mix und geschmortem Hokaido mit roten Zwiebeln vom Blech in Orangensauce. Sehr sehr lecker, gesund und in den Hauptbestandteilen erstmal ohne unerwünschte Zusatzstoffe. Kürbis mit RoteBeete

Orangen und Mandeln waren natürlich nicht regional und Mandel-Blättchen sind etwas vorverarbeitet.

Was passiert mit den Mandeln bis sie in feinen Blättchen in der Tüte landen? Zur Verarbeitung von Mandeln konnte ich nichts Negatives finden. Hier scheinen die einzelnen Verarbeitungsschritte zwar maschinell, jedoch ohne Einsatz chemischer Hilfsmittel zu erfolgen, auch bei konventionellen Produkten. Mandeln sind ein hochwertiges Lebensmittel, dass vielseitig einsetzbar und gesundheitsfördernd ist. Mandeln aus europäischer Produktion und in Bioqualität sind natürlich vorzuziehen. (allerdings ist das durchaus eine kleine Investition 🙂 )

Also ein prima Essen ganz im Sinne der Meyers 🙂 und noch dazu lecker und gesund. Was wollen wir mehr?

Das Kochbuch stelle ich euch noch gesondert vor. Was ich bisher daraus gekocht habe ist super lecker. #empfehlenswert

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Wir können Nachhaltigkeit #FS_NC14 #BioOnABudget

‚Nachhaltigkeit‘ ist zur Zeit in aller Munde und wird in den unterschiedlichsten Zusammenhängen verwendet: Nachhaltige Entwicklung, nachhaltiges Lernen, nachhaltiges Wirtschaften, nachhaltige Finanzierung, nachhaltiger Konsum, etc. ‚Nachhaltigkeit‘ steht für langfristig, stetig, wichtig und spürbar.

Ursprünglich stammt der Begriff aus der Forstwirtschaft. Dabei wird das Prinzip angewendet, nicht mehr Holz zu schlagen, als nachwachsen kann. Eigentlich ganz einfach und sinnvoll.

Nicht mehr verbrauchen, als nachwächst!
Da liegen wir mit der Verwendung oder besser der Verschwendung natürlicher Ressourcen heute aber echt daneben. Offensichtlich nix gelernt aus der nachhaltigen Forstwirtschaft. Die gute Nachricht ist: jeder von uns kann Nachhaltigkeit in seinen Alltag integrieren, und das ist gar nicht mal so schwer.

Auf der Seite Nachhaltigleben geht es um alle Themen rund um ein nachhaltiges Leben: Wohnen – Mobilität – Ernährung – Konsum – Gesundheit – Finanzen – Freizeit

Nachhaltiger Konsum bedeutet gemäß dem Netzwerk für Klimaschutz – CO2-Online nicht unbedingt Verzicht, sondern einen verantwortungsvollen Konsum. Also können wir gut Leben, genießen und das ganze auch noch umweltfreundlich?

An der Uni Siegen hat man innerhalb des Forschungsprojektes „Consumer Netizens“ OSKA

20140518-151539-54939322.jpg den Online-Scout für Konsum- und Alltagsmanagement (OSKA) entwickelt, der durch den Online-Dschungel führen und Orientierung für einen nachhaltigen Lebensstil bieten soll. ‚OSKA basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen über bislang weitgehend unbekannte Internet-Angebote zum Thema nachhaltigen Konsum, die vertrauenswürdig und umsetzbar sind.‘

Auf ihrem privaten Blog Niemblog.de hat mich Sabrina mit ihrer Aussage beeindruckt, nur noch Teilzeit zu arbeiten, dafür einfacher zu leben und Zeit als Nachhaltigkeits Aktivistin zu haben. Wow!

In ihrem Post zur Aktion BioOnABudget innerhalb der Nachhaltigkeits-Challenge 2014 beschreibt Santa, wie beglückend es sein kann, sich ressourcenschonend zu ernähren. Sie lernt wieder Dinge zu verwenden, die sie bis jetzt weggeworfen hat. Und das habe ich in der Challenge auch gelernt. Gesund, umweltschonend und dann auch noch sparsam zu essen, ist eine Herausforderung und es ist richtig beglückend, wenn man diese Aufgabe gemeistert hat. Selbst gebackenes Brot, selbst gemachte Sojamilch (und huch, aus den ‚Resten‘ lassen sich prima Soja-Burger zubereiten), Santa’s grüne Smoothies mit Möhrengrün, das sie bisher nie verwendet hat und jetzt auf dem Markt vom Bauern kostenlos dazu bekommen hat? Wunderbar! Kräuter sammeln und im Salatverwenden und nach dem Tipp von Stefanie von Finding Sustainia aus Gemüseresten und Schalen Brühe kochen? Check! Geht doch.

Dieses Prinzip der Weiterverwertung lässt sich auch sicher noch an vielen anderen Stellen anwenden. Nur wissen wir vieles einfach nicht mehr. Stefanie verarbeitet auch zum Beispiel Gegenstände, die wir vielleicht bereits entsorgt hätten, zu ganz neuen schönen Dingen und macht viele Alltagsprodukte, wie z.B. Cremes als DIY. Da kennt man die Inhaltstoffe und ist stolz und zufrieden, selbst etwas produziert zu haben.

Ich habe echten Gefallen daran gefunden und schon viel Neues gelernt. Nachhaltig leben bedeutet Verantwortung für den eigenen Konsum zu übernehmen. Eine ganz große Stellschraube ist aber vor allem das ‚Nichtkonsumieren‘! denn dafür werden dann gar keine Ressourcen verbraucht. Und das ein oder andere unnötige Teil haben wir vermutlich alle im Schrank, im Regal und im Keller.

Planst Du für ein Jahr, so säe Korn, planst Du für ein Jahrzehnt, so pflanze Bäume, planst Du für ein Leben, so bilde Menschen.
Kuan Tzu